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Primär progrediente Multiple Sklerose

Primär progrediente Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche und neurodegenerative Erkrankung des Zentralnervensystems, die eine Vielzahl körperlicher Symptome verursacht, wie beispielsweise Bewegungsstörungen, Erschöpfung (Fatigue), Taubheits- und Kribbelgefühle, Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten.13  

Es gibt zwei Hauptformen der MS: schubförmig remittierende MS (RRMS) und primär progrediente MS (PPMS):2,4,5

Bei RRMS treten die Symptome in Abständen (sogenannten Schüben) auf. Zwischen den Schüben können sich die Symptome auch vollständig wieder zurückbilden. Das Fortschreiten bis hin zu dauerhafter Behinderung verläuft langsamer als bei PPMS.4,6 Frauen leiden häufiger unter RRMS als Männer.2,6,8Bei PPMS handelt es sich um eine aggressivere Form der MS.6 Bei dieser Verlaufsform nimmt die körperliche Behinderung stetig zu und symptomfreie Phasen bleiben aus.2,3 PPMS betrifft etwa 9–15% der MS-Patienten und die Betroffenen sind bei Krankheitsbeginn meist älter als diejenigen mit RRMS.2,68 Frauen und Männer sind bei PPMS etwa gleich häufig betroffen.2,6,8
Rrms Deut
Ppms Deut

Bei MS kommt es zur Schädigung der Hülle, die die Nervenfasern schützt und als Myelin bezeichnet wird. Dadurch können die Nerven nicht mehr richtig funktionieren.2,3 Die Ursache der MS ist nicht geklärt, doch jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Fehlfunktion der energieproduzierenden Mitochondrien bei der Krankheitsentstehung – insbesondere bei PPMS – eine zentrale Rolle spielen könnte.3,9  

Dank umfangreicher Forschung stehen für Patienten mit RRMS heute zahlreiche zugelassene Behandlungsoptionen zur Verfügung.10 Für PPMS hingegen gibt es derzeit keine zugelassene Behandlung und, um neue wirksame Therapien für diese Krankheit entwickeln zu können, besteht dringender Forschungsbedarf.1,2

Santhera und PPMS

In Zusammenarbeit mit Santhera führen die National Institutes of Health (NIH) derzeit eine klinische Phase-I/II-Studie durch, um mehr über die Sicherheit, therapeutische Wirksamkeit und den Wirkmechanismus von Idebenon bei primär progredienter Multiple Sklerose (PPMS) herauszufinden. 

Wenn Sie den medizinischen Fachkreisen angehören, klicken Sie bitte hier, um mehr über unsere klinischen Prüfungen zu Idebenon bei PPMS zu erfahren.

Quellenangaben

1.

EMA Guideline on clinical investigation of medicinal products for the treatment of multiple sclerosis, March 2015; Abgerufen im Dezember 2015. Zum Anzeigen bitte hier klicken

2.

Miller DH & Leary SM. Lancet Neurol 2007; 6:903–912.

3.

Lassmann H, et al. Nat Rev Neurol 2012; 8:647–656.

4.

Relapsing-remitting MS (RRMS). NMSS website. Abgerufen im Dezember 2015. Zum Anzeigen bitte hier klicken

5.

Lublin FD, et al. Neurology 1996; 46;907–911.

6.

Cottrell DA, et al. Brain 1999; 122: 625–639.

7.

Confavreuz C & Vukusic  S. Brain 2006; 129:606–616.

8.

McKay KA, et al. Biomed Res Int 2015; Article ID 817238.

9.

Mahad D, et al. Neuropathol Appl Neurobiol 2008; 34: 577–589.

10.

Torkildsen Ø, et alEur J Neurol 2016; 23 (Suppl. 1):18–27.